Es gibt diesen einen Satz, den fast jedes Brautpaar im Vorgespräch sagt. Er kommt so zuverlässig wie das Amen in der Kirche, und er lautet: „Wir mögen eigentlich alles, nur keinen Schlager."
Du nickst, schreibst „kein Schlager" in dein Notizbuch, und fünf Monate später, halb elf abends, legst du „Atemlos" auf, weil die Cousine der Braut zum vierten Mal danach gefragt hat. Und dann passiert das, was immer passiert: Die Tanzfläche ist voll. Das Brautpaar tanzt mittendrin. Niemand beschwert sich.
Der Satz war nicht gelogen. Er war nur ungenau. „Kein Schlager" hieß eigentlich „Bitte nicht den ganzen Abend Schlager" oder „Nicht diese eine Sorte Schlager, die mein Onkel immer laut mitgrölt" oder schlicht „Ich möchte nicht als der Typ dastehen, der Schlager hört". Was der Kunde sagt und was er meint, sind im Vorgespräch selten deckungsgleich, nicht aus Böswilligkeit, sondern weil Musikgeschmack schwer in Worte zu fassen ist, wenn man nicht täglich damit arbeitet.
Genau an dieser Stelle setzt der neue Kundenfragebogen an.
Warum das leere Textfeld nicht funktioniert
Die naheliegende Lösung ist, den Kunden einfach zu fragen. Ein Feld „Gewünschte Musik", ein Feld „No-Go Musik", fertig. Das gibt es in Wedding DJ Pro auch schon länger, und es ist nützlich, aber es hat eine bekannte Schwäche: Ein leeres Textfeld ist eine Aufforderung, die kaum jemand gut beantworten kann.
Stell dir vor, du wirst gefragt, welches Essen du magst. „Alles Mögliche", wirst du sagen. „Nichts zu Scharfes vielleicht." Das ist keine hilfreiche Antwort für jemanden, der dir ein Fünf-Gänge-Menü zusammenstellen soll. Bekommst du stattdessen eine Karte vorgelegt, auf der zwanzig konkrete Gerichte stehen, wirst du plötzlich sehr präzise: Das ja, das auf keinen Fall, das nur wenn es nichts anderes gibt.
Musik ist genauso. Kunden können ihren Geschmack schlecht aus dem Nichts beschreiben, aber sie können hervorragend bewerten, was man ihnen vorlegt. Deshalb ist der Fragebogen keine Sammlung leerer Felder, sondern in erster Linie eine Liste konkreter Musikrichtungen mit einer Skala daneben.
Die fünf Antworten, die den Unterschied machen
Jede der voreingestellten Genre-Fragen hat dieselben fünf Antwortmöglichkeiten:
- Super
- Ist OK
- Wenn es sein muss
- Nur auf Wunsch
- Auf keinen Fall
Diese Abstufung ist der eigentliche Kern. Ein simples Ja/Nein hätte dir nicht geholfen: Die interessanten Fälle liegen nämlich in der Mitte.
„Nur auf Wunsch" heißt: Spiel es nicht von dir aus, aber wenn jemand von der Tanzfläche kommt und danach fragt, ist es in Ordnung. Das ist eine völlig andere Anweisung als „Auf keinen Fall", und es ist genau die Information, die dir um halb elf fehlt, wenn die Cousine vor der Kanzel steht.
„Wenn es sein muss" ist die höfliche Variante von „eigentlich nicht": Der Kunde signalisiert dir, dass er es aushält, wenn die Stimmung es verlangt, aber es soll nicht deine erste Wahl sein.
Und „Auf keinen Fall" ist endlich das, was es sein soll: eine harte Grenze. Wenn ein Brautpaar das ankreuzt, dann meint es das auch. Nicht die vage Variante aus dem Vorgespräch, sondern eine bewusste Entscheidung, die es beim Durchklicken getroffen hat.
Am Ende hast du keine Notiz mehr, in der „kein Schlager" steht. Du hast eine differenzierte Landkarte des Abends.
31 Fragen, die schon fertig sind
Das Nervigste an konfigurierbaren Features ist meistens die Konfiguration. Ein leeres Formular mit dem Hinweis „Lege deine erste Frage an" ist der schnellste Weg, ein Feature nie zu benutzen.
Deshalb ist der Fragebogen ab Werk befüllt: 31 Fragen sind bereits hinterlegt, und du kannst ihn sofort verschicken, ohne eine einzige Zeile zu tippen.
28 davon sind Musikrichtungen, jeweils mit Beispiel-Künstlern in Klammern, damit der Kunde weiß, wovon die Rede ist. Pop und aktuelle Charts. Evergreens und 70er/80er-Klassiker. Schlager. Ballermann. NDW. Rock-Classics. Soul, Funk und Party-Classics. Oldies aus den 50ern und 60ern. Klassische Tanzrunden. Pop-Punk. Alter und neuer Deutsch-Rock. Junger und Radio-Deutsch-Pop. Chart-House. Elektronische Musik. Amerikanischer Hip-Hop. Latin. Deutsch-Rap. Die 2010er, einmal allgemein und einmal Black. 70s/80s. 90s Boy- und Girlgroups, 90s Dance, 90s House, 90s Rave, deutscher und amerikanischer 90s-Hip-Hop.
Die Beispiel-Künstler sind bewusst dabei. „NDW" sagt einem 32-jährigen Bräutigam vielleicht nichts, „Nena, Falco, Major Tom, Rio Reiser" schon.
Drei weitere Fragen sind Freitextfelder: Songs, die auf jeden Fall laufen sollen. Songs oder Künstler, die auf keinen Fall laufen sollen. Und eine offene Frage, ob der Kunde dir sonst noch etwas mitteilen möchte. Die drei fangen genau das auf, was keine Skala abbilden kann: den einen Song, zu dem die Eltern damals getanzt haben, oder den Ex-Freund-Song, der auf keinen Fall laufen darf.
Dein Fragebogen, nicht unserer
Die Voreinstellung ist ein Startpunkt, kein Korsett. Unter Profil → Blanko Dokumente → Kundenfragebogen hast du volle Kontrolle:
Du kannst jede Frage umformulieren, löschen oder per Drag & Drop umsortieren. Du kannst beliebig viele eigene Fragen ergänzen, und zwar nicht nur zu Musik. Frag nach der Lichtstimmung, nach der geplanten Lautstärke, nach dem Ablauf, nach Allergien am DJ-Pult, was immer für deine Arbeit relevant ist.
Für jede Frage entscheidest du, ob sie Multiple Choice oder Freitext sein soll. Bei Multiple Choice bestimmst du die Antwortmöglichkeiten selbst: Die fünfstufige Skala ist vorbelegt, aber du kannst sie kürzen, erweitern oder komplett ersetzen. Eine Ja/Nein-Frage ist genauso möglich wie zehn Auswahloptionen.
Und wenn du dich verrennst: Ein Klick auf „Standard-Fragen wiederherstellen" setzt alles auf den Auslieferungszustand zurück.
So kommt der Fragebogen zum Kunden
Auf jeder Hochzeits- und Booking-Seite findest du jetzt die Karte „Fragebogen". Ein Klick auf „Fragebogen-Link erzeugen" erstellt einen persönlichen Link für genau dieses Event.
Diesen Link kannst du kopieren und verschicken, wie du magst: per WhatsApp, in einer eigenen Mail, wie es zu deiner Kommunikation passt. Bequemer geht es über die neue E-Mail-Vorlage „Fragebogen-Link verschicken", die es wie gewohnt in Einzahl und Mehrzahl gibt. Sie enthält den Platzhalter {{questionnaire_link}}, der beim Senden automatisch durch den richtigen Link ersetzt wird. Text und Betreff kannst du unter „E-Mail Templates" nach deinem Ton anpassen.
Der Link ist stabil: Klickst du ein zweites Mal auf „Erzeugen", bekommst du denselben Link zurück. Ein bereits verschickter Link wird also nicht versehentlich ungültig. Willst du bewusst neu anfangen, gibt es dafür einen eigenen Knopf. Der setzt dann auch die bisherigen Antworten zurück.
Was der Kunde sieht
Dein Kunde landet auf einer schlichten Seite mit deinem Logo und deinem DJ-Namen. Keine Registrierung, kein Login, kein Passwort. Eine Frage pro Bildschirm, ein Fortschrittsbalken oben.
Bei Multiple Choice klickt er eine Antwort an und sieht sie sofort markiert. Er kann sie beliebig oft ändern, solange er auf der Frage steht. Weiter geht es erst, wenn er selbst auf „Weiter" klickt. Zurückblättern ist jederzeit möglich, und jede Frage darf übersprungen werden. Das ist wichtig: Niemand wird gezwungen, sich zu 28 Musikrichtungen zu äußern. Wer nur die Hälfte beantwortet, hat den Fragebogen trotzdem richtig ausgefüllt.
Erst mit dem Klick auf „Abschicken" werden die Antworten übermittelt. Vorher passiert nichts.
Die Seite ist bewusst schmal gehalten: Sie ist für Suchmaschinen gesperrt, lädt keine externen Dienste nach, setzt keine Tracking-Cookies und speichert keine IP-Adressen über das hinaus, was jeder Webserver ohnehin protokolliert. Wenn dein Kunde fragt, was mit seinen Daten passiert, hast du eine saubere Antwort.
Und dann liegt alles da, wo du es brauchst
Sobald der Kunde abschickt, passieren drei Dinge gleichzeitig.
Erstens: Du bekommst eine E-Mail mit allen Antworten im Klartext. Übersprungene Fragen tauchen darin nicht auf. Du siehst nur, was tatsächlich gesagt wurde, ohne dich durch 28 Leerzeilen zu arbeiten.
Zweitens: Die Antworten liegen im System. Auf der Event-Detailseite steht ab sofort „Ausgefüllt", und du kannst die Antworten dort jederzeit aufklappen.
Drittens, und das ist der eigentliche Clou: Die Antworten hängen sich automatisch als eigene Seite hinten an das Cheat-Sheet. Kein Copy-and-paste, kein zweites Dokument, das du am Eventtag suchen musst. Du druckst dein Cheat-Sheet wie immer, und die Musikwünsche sind auf Seite zwei. Damit du das schon vorher siehst, heißt der Button auf der Detailseite dann nicht mehr „Cheat Sheet", sondern „Cheat Sheet & Fragebogen".
Ein Detail am Rande, das aber wichtig ist: Die Antworten werden zusammen mit dem Wortlaut der Frage gespeichert. Änderst du deinen Fragebogen später (formulierst du eine Frage um oder löschst sie), bleiben bereits abgegebene Antworten unverändert lesbar. Was ein Kunde im Januar geantwortet hat, ist im Juli noch korrekt zugeordnet.
Der wichtigste Absatz: Er ersetzt kein Vorgespräch
Und jetzt der Teil, der eigentlich am Anfang stehen müsste.
Der Fragebogen ist kein Ersatz für das persönliche Gespräch. Er ist eine Ergänzung, und er sollte auch so eingesetzt werden.
Im Vorgespräch passiert etwas, das kein Formular leisten kann. Du hörst, wie die Braut den Satz sagt, nicht nur was sie sagt. Du siehst, wie der Bräutigam die Augen verdreht, wenn die Schwiegermutter erwähnt wird. Du merkst, ob dir jemand vertraut oder ob du noch Überzeugungsarbeit leisten musst. Du beantwortest Fragen, die der Kunde gar nicht zu stellen wusste. Und du baust genau die Bindung auf, die am Hochzeitstag dafür sorgt, dass man dir vertraut, wenn du sagst: „Lasst mich mal machen."
Ein ausgefüllter Fragebogen ist eine gute Vorbereitung auf dieses Gespräch, oder eine gute Ergänzung danach, wenn Details nachgereicht werden. Er ist keine Abkürzung, die das Gespräch überflüssig macht. Diese Erinnerung steht bewusst auch in der Konfigurations-Ansicht, direkt über den Fragen, damit sie nicht in Vergessenheit gerät.
Nutze den Fragebogen als das, was er ist: ein zusätzliches Werkzeug, um deine Kunden noch besser einschätzen zu können.
Kurz zusammengefasst
Der Kundenfragebogen ist Teil von Pro und ab sofort verfügbar. Du findest ihn unter Profil → Blanko Dokumente → Kundenfragebogen, den Link zum Verschicken auf jeder Hochzeits- und Booking-Seite.
31 Fragen sind bereits eingestellt, 28 davon Musikrichtungen mit fünfstufiger Bewertungsskala. Alles frei anpassbar, beliebig erweiterbar, Multiple Choice oder Freitext. Der Kunde klickt sich in wenigen Minuten durch und darf jede Frage überspringen. Die Antworten kommen per Mail zu dir, liegen im System und hängen automatisch am Cheat-Sheet.
Damit du beim nächsten Mal schon vor dem Vorgespräch weißt, was hinter „nur keinen Schlager" wirklich steckt.
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